Ozonalarm im Sommer
Ein Kombi-Innenraumfilter im Auto schützt die Insassen vor dem gefährlichen Gas
Weinheim, 16. Juli 2003 – Sommer, Sonne – und Ozon: Wenn die Temperaturen steigen, nimmt die Konzentration des gesundheitsschädigenden Gases gefährlich zu. Doch die Autoinsassen können sich schützen: Mit einem Kombi-Innenraumfilter. Durch in Vliesstoff eingelagerte Aktivkohle adsorbiert der micronAir Filter des Automobilzulieferers Freudenberg aus Weinheim beispielsweise das Ozon bis zu 99 Prozent aus dem Lüftungsstrom. Zudem hält das Filtermedium ebenso in hohem Maße Pollen, Staub und Dieselruß aus dem Innenraum heraus. Die saubere Luft ist gerade bei langen Fahrten wie etwa Urlaubsreisen von Vorteil, da Schmutz und Pollen die Insassen nicht über eine längere Zeit belasten. Allerdings müssen die Fenster während der Fahrt geschlossen bleiben. Dies ist kein Problem, wenn eine Klimaanlage vorhanden ist. Doch auch die funktioniert nur einwandfrei mit einem sauberen Innenraumfilter. Da sich die Filter im Laufe der Zeit zusetzen, sollten sie regelmäßig ausgetauscht werden. Hersteller empfehlen einen Wechselintervall zwischen 15.000 und 40.000 Kilometer. Marktführer Freudenberg rät zu einem jährlichen Austausch seiner micronAir Filter. Neben der sauberen, geruchsneutralen Luft kommen dem Fahrzeughalter die niedrigeren Wartungskosten der Klimaanlage zugute.
Die Automobilindustrie misst dem Innenraumfilter eine hohe Bedeutung bei. Inzwischen laufen nahezu alle Neufahrzeuge mit einem Filtermedium vom Band. Auch in den Werkstätten gehört der Wechsel der Innenraumfilter inzwischen zum Inspektionsservice. Es gibt zwei verschiedene Typen von Filtern: Während der einfache und günstige Partikelfilter Staub, Pollen und Dieselrußpartikel filtriert, adsorbiert der Kombifilter zusätzlich Gase wie Ozon, Stickoxide, Kohlenwasserstoffe und unangenehme Gerüche effektiv. Eine Aktivkohleschicht, die dem Partikelfiltermaterial mit Mikrofasern nachgeschaltet ist, bietet diesen zusätzlichen Schutz. „Wenn ein Auto ab Werk nur mit einem Partikelfilter ausgestattet ist, kann dieser von der Werkstatt gegen einen vielseitigen Kombi-Filter ausgetauscht werden“, rät Christoph Staffa, bei Freudenberg verantwortlich für den Nachbezugsmarkt micronAir-Filter. Das Weinheimer Unternehmen ist Marktführer in der Erstausstattung von Neufahrzeugen. Im Testbericht der Zeitschrift „ÖKO-Test“ haben die Produkte des Vliesstoffspezialisten nahezu durchweg mit „sehr gut“ abgeschnitten.
Tipp für die richtige Bedienung
Wer für die Fahrt in den Urlaub oder für die Arbeit auf sein Fahrzeug angewiesen ist, ist mit einem Innenraumfilter vor Ozon geschützt. „Vor dem Einsteigen sollte die Lüftung bei offenen Fenstern eingeschaltet werden, damit die abgestandene Luft aus dem Fahrgastraum geblasen wird“, empfiehlt Andrea Wallrafen vom Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB). Während der Fahrt müssen die Fenster aber geschlossen bleiben. Die über die Lüftungsanlage hereinströmende Luft wird durch den Kombi-Filter fast vollständig von Ozon gereinigt. „Doch nur, wenn ein sauberer Filter eingebaut ist“, so Wallrafen.
